asphalt

wo der asphalt endet
endet auch meine welt
in der ich mich
mit leichtigkeit bewege
förmlich schwebe
wie ein clownfisch
durch das korallenriff
in der salzigen see
unbeschadet all der stürme
die dort oben toben
die massen um sich schmeißen
solange ich mich im unterholz des meeres aufhalte
bin ich sicher, scheinbar:

wo der asphalt endet,
beginnt die ungewissheit,
kargheit und mitleidlosigkeit
thronen draußen
im dunkeln
einmal verirrt
finde ich mich wieder
im leeren ozean
zwischen sand und wasseroberfläche
nichts.
atmen wird meine einzige gewissheit sein
mit etwas pech gerate ich
in einen schwarm treibender algen
in dessen finsternis
ich mich verliere

wo der asphalt endet
stehe ich
die stadt im rücken
vor mir:
die geduldig wartende mutter

22.01.2014

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